Der Gottesdienst hatte das Wort aus 1. Könige 19, 7 zur Grundlage, wo es heißt "Und der Engel des HERRN kam zum zweiten Mal wieder und rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir." Vor Beginn der Predigt bereitete der Chor mit der Psalmvertonung aus dem "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Text "Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen" die Grundlage und einen passenden Einstieg in das Textwort aus dem Wirken des Propheten Elia.
Für Elia war das vom Engel gereichte geröstete Brot und das frische Wasser eine Stärkung. In unserem Land können wir die große Bedeutung von Wasser oft nicht ausreichend wertschätzen, in vielen Regionen der Erde ist dies aber keine Selbstverständlichkeit. Es ist daher sinnvoll sich den Wert regelmäßig bewusst zu machen.
Auch wenn das Ziel weit entfernt scheint oder man es nicht einmal erkennen kann, lohnt es sich nicht aufzugeben und in Bewegung zu bleiben oder in Bewegung zu kommen, auch wenn es kein kurzer Weg ist. Auch ein Elia wollte nicht weitermachen und hatte sich in eine Höhle zurückgezogen, bis Gott ihn durch einen Engel mehrfach ermunterte vor die Höhle zu treten. Diese Ermunterung durch Gott und seine Werkzeuge können wir auch heute erleben.
In seiner Co-Predigt ging der Bezirksvorsteher Jens Lange auch auf das Jahresmotto "Fürchte dich nicht! Glaube nur" ein und sagte, dass dies heute für ihn kein lauter Ruf ist, sondern er es eher als eine Umarmung und Ermunterung empfindet.
Nach der Sündenvergebung konnte durch den Apostel das Sakrament der Heiligen Versiegelung an 2 Kinder und einen Erwachsenen gespendet werden. Als Vorbereitung der Handlung sang der Chor ein Teil aus dem Psalm 91 wo es heißt: "Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, dass Sie dich behüten auf allen deinen Wegen." Apostel Kasper ging in seiner Ansprache auf die Fürsorge Gottes ein und dass er, wie dies auch Eltern für ihre Kinder tun, immer für uns da ist.
Nach der Feier des heiligen Abendmahls durften die 101 Gottesdienstteilnehmer an der Ordination einer Diakonin und eines Diakons für die Gemeinde teilnehmen. Nach dem Heimgang unseres Gemeindevorstehres Rainer Heinecke im August des vergangenen Jahres konnte Apostel Helmut Kasper im Gottesdienst mit Priester Michael Graf (50) einen neuen Vorsteher beauftragen. Priester Graf ist, seit dem Zuzug ins Gemeindegebiet im Jahr 1997, Mitglied in der Gemeinde Berlin-Grünau, dient seit vielen Jahren als Priester und nahm auch bisher schon die Aufgaben als Vorstehervertreter war.
Vor dem Abschluss des Gottesdienstes wurde mit Priester Richter, der vor einiger Zeit mit seiner Familie in unsere Gemeinde gewechselt ist, ein weiterer Geistlicher für die Gemeinde im Amt bestätigt.
Zum Abschluss des Gottesdienstes gab der Chor mit dem Lied "Brauchst du Kraft?" noch einen Rat mit. Dort heißt es in der letzten Strophe "Vor ihm ist kein Ding unmöglich! Er herrscht über Raum und Zeit; über Sturmgewalt und Wogen strahlt dir seines Friedens Bogen und das Ziel ist Herrlichkeit. Ja, fürchte nichts. fürchte nichts, er ist ganz nah."
Nach einem Gruppenfoto mit allen anwesenden Amtstragenden gab es Gelegentheit zur Verabschiedung und Übermittlung von Wünschen an die neuen Gaben in der Gemeinden, sowie an die kleinen Glaubensbrüder, Ihren Eltern und auch den großen Glaubensbruder, die den heiligen Geist durch die Versiegelung empfangen haben.
Neuapostolische Kirche