An diesem besonderen Tag durften wir mit unserer jungen Christin Fabienne und zahlreichen Gästen, die teils zum ersten Mal einen Gottesdienst besuchten, diesen Festtag gemeinsam feiern. Das Eingangslied aus dem Gesangbuch Nr. 378, „Ich schäme mich des Heilands nicht!“, unterstrich das diesjährige Konfirmationsthema des Bekenntnisses zu Jesus Christus.
Die Umsetzung der Glaubenspraxis
Priester Graf, der Vorsteher der Gemeinde, betonte, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden nun ein Jahr lang die „Theorie des Glaubens“ erlernt hätten. Nun sei es an der Zeit, diese in die Praxis umzusetzen. Dabei erinnerte er daran, dass Gebete nicht immer so erhört würden, wie man es sich wünsche. In solchen Momenten solle man dennoch Gott vertrauen und ihm die Treue halten: „ER soll immer mit mir gehen! ER soll mich immer begleiten!
Das Bekenntnis zu Christus
In Bezug auf das Bibelwort erläuterte Priester Graf, dass „Bekennen“ auch das öffentliche Geloben bedeute, das Gesetz Christi zu achten. Dieses Gesetz unterscheidet zwischen gut und böse, sagt, was getan werden soll und was man unterlassen sollte. Ein wahrer Christ erkennt in jedem Menschen eine von Gott geliebte Seele. Zum „Bekennen“ gehört es auch, die eigene Liebe zu Christus und das Konfirmationsgelübde tatkräftig umzusetzen.
Herausforderungen und Geborgensein
Der Vorsteher mahnte, dass die jungen Christen Unverständnis in ihrer Umgebung erfahren könnten, wenn sie sich zum Dienen für Christus bekennen. In solchen Zeiten riet er, sich im Gebet an Gott zu wenden. Er werde ihnen beistehen und Schutz gewähren.
Die Rolle des Verzichts und der Vergebung
Zum Bekennen eines Christen gehört es, auf das eigene Recht zu verzichten oder dem anderen in besonderen Situationen zu vergeben. „Das Bekenntnis zu Jesus“, so der Vorsteher, „zeigt sich im Verhalten. Es kann sein, dass ihr dadurch anders seid, dass ihr Frieden ausstrahlt, wo andere in Aufregung geraten.“ Im Umgang mit anderen kann der Nächste das „Bekennen als Christ“ erkennen.
Begleitung im Glaubensleben
In der Co-Predigt rief Priester Lucke alle Anwesenden dazu auf, die junge Christin in ihrem Glaubensleben zu begleiten und ihr zu zeigen, dass sie bedingungslos geliebt wird. Dadurch bekennen wir auch unsere eigene Liebe und Zuneigung zu Christus.
Symbol des Glaubens: Das gebogene Holzkreuz
Bevor die Konfirmandin ihr Konfirmationsgelübde ablegte, zeigte Priester Graf mit einem kleinen gebogenen Holzkreuz, wie vielseitig das Christsein sein kann. Je nach Biegung kann das Kreuz als Brücke, Stütze oder Schutz gesehen werden.
Ausklang der Feierlichkeiten
Zum Ende des Gottesdienstes übernahmen die Kinder die Verabschiedung mit dem schwungvoll vorgetragenen Lied "Zeig, was du liebst" wo es im Refrain heißt: "Zeig dein Licht der Welt! Und es wird sie verändern! ... Fang an." . Anschließend waren alle Teilnehmer von der Familie unserer Konfirmandin zu einem kleinen Sekt- und Buffet-Empfang im Kirchengarten eingeladen. Dieser festliche Ausklang rundete den besonderen Tag gebührend ab.
Neuapostolische Kirche